Umfrage unter 110 Betrieben

IHK Schwaben: Betriebe sehen Wahlergebnisse kritisch

Die IHK Schwaben. Foto: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Wie schätzen schwäbische Unternehmen das Ergebnis der Bundestagswahl ein? Dieser Frage ist die IHK Schwaben in ihrer aktuellen Umfrage nachgegangen. Das überwiegende Urteil der Unternehmer ist dabei eher skeptisch.

Knapp 110 Unternehmen haben die Möglichkeit genutzt, ihre Meinung zum Ergebnis der Bundestagsweil einzubringen. Lediglich 19 Prozent der Befragten sehen das Wahlergebnis positiv. Demgegenüber stehen 37 Prozent, die das Resultat als kritisch oder in Einzelfällen auch als sehr kritisch sehen.

Umfrageergebnis: Unternehmen erhoffen sich neue Impulse

„Eine Chance für eine zukünftig bessere Gestaltung der politischen Rahmenbedingungen wird von vielen Befragten in Impulsen gesehen, die die ungewöhnliche Konstellation der potentiell neuen Regierungsparteien im Rahmen einer Jamaika-Koalition hervorbringen könnte. Hoffnungen richten sich hier auf Initiativen im Bereich der Bildung, der Digitalisierung und auch der Steuern“, so die Einschätzung des Präsidenten der IHK, Dr. Andreas Kopton.

Unternehmen wünschen sich Verbesserung der Rahmenbedingungen

Die größere Anzahl von Befürchtungen, die in der Umfrage geäußert werden, zielt in erster Linie auf die großen Unterschiede und Widersprüche zwischen den Akteuren auf der bundespolitischen Bühne. So ergaben die Umfrage Ergebnisse, dass viele Unternehmen glauben, dass es kaum gelingen wird, eine tatsächlich handlungsfähige Regierung in dieser Konstellation zu bilden. In der Konsequenz befürchten die befragten Betriebe eine Schwächung der deutschen Politik im internationalen Kontext. Ebenso wird in bestimmten Bereichen eher mit zu- als abnehmenden Problemen gerechnet, etwa in der Energiepolitik. Auch wächst die Skepsis an einer grundsätzlichen Verbesserung der Rahmenbedingungen, wie sie seitens der Unternehmer schon seit längerem eingefordert wird.

Umfrage zeigt: Insgesamt wird kein nachhaltige negativer Einfluss erwartet

In den einzelnen Politikbereichen der Umfrage wird deutlich, dass insgesamt kein nachhaltig negativer Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung erwartet wird. Gewachsen ist die Skepsis allerdings im Hinblick auf die zukünftigen Chancen im Bereich des Außenhandels und beim Infrastrukturausbau. Stark ausgeprägt sind die Sorgen im Hinblick auf die Herausforderungen im Bereich der Energieversorgung. Auch erwartet fast jedes zweite Unternehmen (46 Prozent) einen Negativtrend bei den betrieblichen Kostenstrukturen.

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
nach oben