Feierliche Auszeichnung

IHK Schwaben: 89 Meisterpreise für die besten Absolventen

Die Meisterpreisträger wurden von der IHK Schwaben ausgezeichnet. Foto: Andreas Emmert
Feierliche Zeremonie in der IHK Schwaben: Elf der besten Fortbildungs-Absolventen aus der regionalen Industrie sind mit dem Meisterpreis ausgezeichnet worden.

Insgesamt vergab die IHK dieses Jahr bisher 89 Meisterpreise. Die Bedeutung der beruflichen Bildung unterstreichen weitere rund 1.500 schwäbische IHK-Prüflinge, die sich 2017 den Meisterbonus verdienten.

Zahlreiche Gäste

Vor rund 100 Gästen erhielten elf der besten Fortbildungs-Absolventen der IHK Schwaben im Jahr 2017 ihre Urkunden aus den Händen von Christian Dierig, stellvertretender Präsident der IHK Schwaben. Sie sind nun Träger des Meisterpreises der Bayerischen Staatsregierung. Voraussetzung ist mindestens ein „Gut“ in der Prüfung. Zu den Geehrten zählen nicht nur Fachkräfte, die die Meisterprüfung sehr erfolgreich abgelegt haben, sondern auch herausragende Betriebs- und Fachwirte. Von Januar bis Oktober 2017 hat die IHK Schwaben insgesamt 89 Absolventen mit dem Meisterpreis ausgezeichnet.

1.000 Euro Meisterbonus

Auch wer nicht den Meisterpreis erhalten hat und dadurch zu den besten 20 Prozent eines Jahrgangs zählt, profitiert von seiner Fortbildung. Denn die frisch gebackenen Meister, Fachwirte und Betriebswirte erhalten alle 1.000 Euro Meisterbonus. Ebenfalls vergeben vom Land Bayern an jeden, der seine Fortbildungsprüfung besteht – insgesamt rund 1.500 in Bayerisch-Schwaben bis Ende des Jahres.

Prüfungen mit Tablets

Christian Dierig betonte in seiner Rede die Bedeutung der beruflichen Bildung. Rund 227.0000 Fachkräfte fehlen laut Dierig derzeit in der bayerisch-schwäbischen Wirtschaft. Umso mehr gelte es, die berufliche Bildung noch stärker in den Fokus zu rücken und sie den Herausforderungen der Digitalisierung anzupassen. Entsprechend baue die IHK Schwaben ihre Dienstleistung aus. So ist das neue Prüfungscenter das größte seiner Art in Deutschland und auf dem neuesten Stand der Technik. Im Oktober sei dort etwa die erste Prüfung nur mit Tablets durchgeführt worden.

Auch die Meisterfeier selbst bot den Gästen zum Thema Digitalisierung vier Expertenworkshops: industrieller 3D-Druck, rechtskonforme Arbeitssicherheit, Mitarbeiterbefähigung für die Digitalisierung und Design Thinking.

Uni oder Lehre?

Nachdenklich zeigte sich Dierig angesichts der derzeitigen Trends zur Akademisierung. Zum ersten Mal gäbe es mehr Studienanfänger als Auszubildende. Zu Unrecht, wie Dierig findet. So sei die akademische Laufbahn kein Garant für gut dotierte Jobs mehr, die berufliche Bildung und ihre Weiterbildungs-Möglichkeiten dagegen böten nach wie vor solide Chancen.

Meistertitel als internationales Qualitätssiegel

Ähnlich äußerte sich Gastredner Peter Lasser, Personalleiter des Memminger Hydraulik- und Sensorenherstellers Magnet-Schultz. Erst vor Kurzem habe die OECD die berufliche Bildung in Deutschland ausdrücklich gewürdigt. Der Meistertitel sei mehr denn je ein Qualitätssiegel, in Deutschland wie international. Nicht umsonst, so Lasser, sei er innerhalb des europäischen Qualitätsrahmens für lebenslanges Lernen mittlerweile dem akademischen Abschluss gleichgestellt. Die berufliche Bildung, so sein Resümee, bleibe in Deutschland die wichtigste Maßnahme zur Fachkräftesicherung. Und auch das Land Bayern handelt in diese Richtung: Zum Jahreswechsel wird der Meisterbonus auf 1.500 Euro erhöht.

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