Zwischenbilanz

IBK-Projekte setzen Impulse für gesamte Bodenseeregion

Beim Kulturtag „Der Stuck barockt den See“, ein IBK-Kleinprojektefonds gefördertes Projekt. Foto: Büro für Regionalkultur
Bereits 65 Projekte privater und öffentlicher Partner aus der gesamten Bodenseeregion wurden bereits vom IBK-Kleinprojektefonds 2015-2020 gefördert. Die Zwischenbilanz zeigt: Die Projekte konnten positive Impulse für Kooperationen über die Grenzen hinweg setzen.

Die 65 Maßnahmen wurden mit Beträgen zwischen 1.000 und 25.000 Euro bezuschusst. Die Themenbreite ist dabei hoch: Sie reicht von Kultur und Bildung über Sport und Umwelt bis hin zu Soziales, Tourismus und Stadtförderung. Die Fördermittel stammen dabei von der IBK und aus dem Interreg-Programm Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein. Auch 2018 gibt es wieder drei Einreichfristen. Die Nächste ist für den 31. Januar 2018 angesetzt.

Alle Projekte können „vom Blick über den Tellerrand profitieren“

„Die Halbzeitbilanz des IBK-Kleinprojektefonds ist überaus positiv“, so Klaus-Dieter Schnell, Geschäftsführer der Internationalen Bodensee Konferenz (IBK). „Egal ob Privatpersonen, Vereine, Verbände, Kommunen oder Institutionen – sie alle können das Angebot für ihre grenzüberschreitenden Vorhaben nutzen und vom Blick über den Tellerrand profitieren.“ Wer Interesse hat, nimmt mit der IBK-Geschäftsstelle in Konstanz Kontakt auf und wird dort umfassend beraten und im weiteren Verfahren unterstützt. Eine internationale Jury der IBK entscheidet über die Anträge.

IBK-Kleinprojektefonds zählt 140 Partner

Der IBK-Kleinprojektefonds 2015-2020 fördert aktuell 65 Projekte mit über 140 Partnern aus den Mitgliedsländern der IBK. Dazu zählen die Schweizer Kantone St.Gallen, Schaffhausen, Thurgau, Zürich, Appenzell Innerrhoden und Appenzell Ausserrhoden, das Land Vorarlberg, die deutschen Landkreise Konstanz, Sigmaringen, Ravensburg, Bodenseekreis, Lindau, Oberallgäu und die kreisfreie Stadt Kempten sowie das Fürstentum Liechtenstein. Entscheidend ist, dass Partner aus mindestens zwei Staaten im IBK-Gebiet kooperieren. Darüber hinaus können auch Partner aus dem weiteren Interreg-Programmgebiet mitwirken.

Insgesamt 160.000 Euro Fördergelder

Eine Förderung als „IBK-Begegnungsprojekt“ kann beantragen, wer ein kleineres Projekt mit Gesamtkosten von bis etwa 10.000 Euro umsetzen möchte. Dazu zählen beispielsweise Workshops, interkulturelle Begegnungen oder Exkursionen zu grenzüberschreitenden Themen. Dafür gibt es maximal 2.500 Euro Förderung aus Mitteln der IBK-Mitgliedsländer. Im Jahr 2017 standen dafür 35.000 Euro zu Verfügung beziehungsweise bis Ende 2020 insgesamt 160.000 Euro.

Maximal 60 Prozent Kostenübernahme bei Partnern aus der EU

Als „Interreg-Kleinprojekte“ bewerben sich etwas umfangreichere grenzüberschreitende Vorhaben, die auf längerfristige Kooperationen zielen und zu einer nachhaltigen Entwicklung der Modellregion Bodensee beitragen. Diese Projekte können ein Gesamtvolumen von etwa 50.000 Euro haben und maximal 25.000 Euro Förderung pro Projekt erhalten. Dabei werden maximal 60 Prozent der Kosten eines Partners aus der EU gefördert und bis zu 50 Prozent eines Partners aus der Schweiz oder Liechtenstein. Bis heute wurde bereits rund die Hälfte der insgesamt 1 Million Euro an Fördermitteln vergeben.

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