Elektro-Rennwagen aus Carbon

Hochschule Augsburg: Startschuss für international bekanntes Projekt

Der Rennwagen „Fenja“ wurde der Öffentlichkeit am 14. Juni präsentiert. Foto: Hochschule Augsburg
Der Rennwagen „Fenja“ wurde der Öffentlichkeit am 14. Juni präsentiert. Foto: Hochschule Augsburg
Der Rennwagen „Fenja“ wurde der Öffentlichkeit am 14. Juni präsentiert. Foto: Hochschule Augsburg
Das Starkstrom Team der Hochschule Augsburg präsentierte kürzlich seinen neuen Elektro-Rennwagen. Das Besondere ist die verbesserte Technologie: Mit ihrer Hilfe können über 20 Prozent Gewicht eingespart werden. Der Rennwagen kommt auch bei internationalen Wettkämpfen zum Einsatz.

„Fenja“, so lautet der Name des neuen Elektrorennwagens von Starkstrom Augsburg e.V., dem Formula Student Electric Racing Team der Hochschule Augsburg. Er ist der bereits sechste Rennwagen, der nach einer Figur der Augsburger Puppenkiste benannt ist. Am Mittwoch, den 14. Juni, präsentierten die Studierenden ihn der Öffentlichkeit.

Von 0 auf 100 in unter drei Sekunden

Über acht Monate lang haben mehr als 50 Studierende interdisziplinär an dem Elektrorennwagen gearbeitet. Im vergangenen Jahr wurde das Antriebs-Konzept von Grund auf überarbeitet. Der Rennwagen wurde erstmals an allen vier Rädern angetrieben. Dieses Mal legten die Studierenden ihr Haupt-Augenmerk vor allem auf das Hochvolt-System. Durch seine moderne Zellverbinder-Technologie wurde der Antrieb des Rennwagens entscheidend verbessert. Der Motor schafft so eine Beschleunigung von 0 auf 100 Kilometern pro Stunde in unter drei Sekunden.

Hohes technisches Niveau

„Aufgrund der Erfahrungen mit den Elektrorennwagen aus den Vorjahren konnte das Starkstrom Team auf einem höheren technischen Niveau konstruieren und wichtige Fortschritte erzielen“, erklärt Vorstand Julian Stähler. Neben der verbesserten Elektro-Technik habe man beim Monocoque einen entscheidenden Vorteil erreicht. Das Monocoque ist das Kernstück des Rennwagens. Es ist eine Verbindung aus Fahrerkapsel und Fahrgestell und besteht in der Regel aus Carbonfaser. Das Starkstrom-Team hat die ursprüngliche Carbonfaser einem komplett neuen Aufbau unterzogen und konnte so beim Monocoque 20 Prozent Gewicht einsparen. Zusätzlich wurden die Heckflügel des Rennwagens verbessert. Sie lassen sich jetzt einzeln einstellen, um die aerodynamische Leistung zu steigern.

Hochschule Augsburg treibt Forschung im Bereich „autonomes Fahren“ voran

Mit dem neuen Rennwagen wird das StarkStrom Team an der Formula Student Netherlands in Assen und an der Formula Student Austria in Spielberg an den Start gehen. Außerdem steht das Team auf der Warteliste der Formula Student Germany in Hockenheim. Und eine weitere Neuerung gibt es bei Starkstrom zu verkünden: Das Team hat sich in dieser Saison erweitert. Mit „Silencio“, dem Rennwagen aus dem vergangenen Jahr, nimmt das Formula Student Electric Team beim Sonder-Event „Driverless“ am Hockenheimring teil. Dort treten die Teams im Bereich Autonomes Fahren gegeneinander an.

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