KUMAS - Kompetenzzentrum Umwelt e. V.

Großes Interesse am KUMAS-Wasserkongress

Dr. Hermann Teufel, Thomas Nieborowsky, Dr. Marcel Huber, Rainer Schaal, Peter Grab, Foto: KUMAS

Anfang November fanden die Bayerische Wassertage 2012 in Augsburg statt. Auch diesmal war das Interesse am KUMAS-Wasserkongress im Landesamt für Umwelt groß.

Rund 140 Teilnehmer aus ganz Bayern kamen zu den diesjährigen Bayerischen Wassertagen nach Augsburg. Bereits zum achten Mal in Folge lud KUMAS – Kompetenzzentrum Umwelt e. V. in Zusammenarbeit mit der Grünbeck Wasseraufbereitung, HPC AG, dem IGS Industriepark Gersthofen und dem Bayerischen Landesamt für Umwelt nach Augsburg ein.

Zuerst ging es um die Fortschreibung des Wasserrechts

Welche Qualität die Bayerischen Wassertage haben, hob Dr. Marcel Huber, bayerischer Staatsminister für Umwelt und Gesundheit, in seinem Eröffnungsvortrag hervor. Zudem stellte er das Engagement der Bayerischen Staatsregierung, die Industriemissionsrichtlinie auf nationaler Ebene möglichst 1 : 1 umzusetzen, hervor. Die weiteren Vorträge am ersten Vormittag der Bayerischen Wassertage gaben einen Ausblick, was in der Fortschreibung des Wasserrechts in den kommenden Monaten zu erwarten ist.

Förderzusage für Bewerbung zum UNESCO-Welterbe

Als Vertreter der Stadt Augsburg kamen Bürgermeister Peter Grab und Umweltreferent Rainer Schaal zu den Bayerischen Wassertagen. Für Sie hatte der Minister noch eine Überraschung im Gepäck. Er übergab die schriftliche Förderzusage für die Bewerbung der Stadt Augsburg als UNESCO-Welterbe mit dem Schwerpunkt Wasserwirtschaft in Höhe von 25.000 Euro. Augsburg sei wie kaum eine andere Stadt in Bayern geeignet, für den historischen und wirtschaftlichen Aspekt der industriellen Wassernutzung zu werben, so der Minister. Bürgermeister Peter Grab dankte ihm mit dem begleitend zur Bewerbung von Martin Kluger herausgegebenen Buch „Wasserbaukunst, Trinkwasser und Wasserkraft in Augsburg“, das beschreibt, wie die Antriebskraft von Lech und Wertach Augsburgs frühen Aufstieg zur Industriemetropole ermöglichte.

Ämter und Betreiber von Wasserversorgungsanlagen müssen sich abstimmen

Im zweiten Teil des ersten Veranstaltungstages gab Frau Prof. Dr. med. Christiane Höller vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit einen Überblick zum Stand der Umsetzung der novellierten Trinkwasserverordnung. Aus den Handlungsempfehlungen für Gesundheitsämter ergibt sich, wie bei Überschreitungen von Grenzwerten vorgegangen werden soll. Proaktives Handeln und eine enge Abstimmung zwischen den Ämtern und den Betreibern von Wasserversorgungsanlagen sind notwendig, um im Falle von Überschreitungen schnell reagieren zu können.

Grundstückseigentümer sind sich ihrer Verantwortung nicht bewusst

Der zweite Veranstaltungstag widmete sich den immerwährenden Themen Kanalunterhalt und Sanierung. Dr. Robert Thoma, Sachverständiger für Kanalinspektion und -sanierung wies nachdrücklich darauf hin, dass die Grundstückeigentümer zur Überprüfung ihrer Entwässerungsanlagen nach DIN 1986-30 selbst verantwortlich seien. Er empfahl eine möglichst lückenlose Dokumentation, die gerade im Falle möglicher Auseinandersetzungen wichtig sei. In den meisten Fällen seien sich die Grundstückeigentümer ihrer Eigenverantwortung nicht bewusst. Hier bestehe großer Beratungsbedarf durch die Gemeinden als Betreiber der öffentlichen Abwasserfassungs- und -entsorgungsanlagen.

Technik bildet den Abschluss

Den Abschluss der Tagung bildeten die Technik, der Einsatz und die Wartung von Abscheideranlagen, die eine wichtige Funktion in der Rückhaltung wassergefährdender Stoffe haben. Regelmäßige Wartungen zur Sicherstellung eines ordnungsgemäßen Betriebs sind hierbei unerlässlich. Die Bayerischen Wassertage waren auch in diesem Jahr wieder ein voller Erfolg. KUMAS-Geschäftsführer Thomas Nieborowsky freut sich heute schon auf die 9. Bayerischen Wassertage, die voraussichtlich am 6./7. November 2013 in Augsburg stattfinden.

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