Polizeipräsidium Schwaben Nord

Graffiti-Sprayer sprüht keine Blume mehr in Augsburg

Mit der Augsburgblume richtete der Graffiti-Sprayer einen hohen Sachschaden an, Foto: B4B SCHWABEN
Die "Kunstwerke" des illegalen Graffiti-Sprayers werden nach der Festnahme hoffentlich verschwinden, Foto: B4B SCHWABEN
Die "Kunstwerke" des illegalen Graffiti-Sprayers werden nach der Festnahme hoffentlich verschwinden, Foto: B4B SCHWABEN
Die "Kunstwerke" des illegalen Graffiti-Sprayers werden nach der Festnahme hoffentlich verschwinden, Foto: B4B SCHWABEN
Die "Kunstwerke" des illegalen Graffiti-Sprayers werden nach der Festnahme hoffentlich verschwinden, Foto: B4B SCHWABEN
Die "Kunstwerke" des illegalen Graffiti-Sprayers werden nach der Festnahme hoffentlich verschwinden, Foto: B4B SCHWABEN
Die "Kunstwerke" des illegalen Graffiti-Sprayers werden nach der Festnahme hoffentlich verschwinden, Foto: B4B SCHWABEN

Es ist ein Fahndungserfolg, der nicht nur die Polizei freudig stimmt. Auch Unternehmer aus der Region atmen auf, dass der Graffiti-Sprayer endlich ermittelt werden konnte. Seit Jahren sprüht der Graffiti-Sprayer eine Blume an Hauswände, Verkehrszeichen, Autos und vieles mehr.

Die Schadenssumme, die der illegale Graffiti-Sprayer aus Augsburg in den vergangenen Jahren verursacht hat beläuft sich auf über 71.000 Euro. Doch jetzt ist der Polizei ein Fahndungserfolg gelungen und der Graffiti-Sprayer konnte festgenommen werden. Dies freut vor allem die Polizei, aber auch einige Unternehmer aus der Region sind froh, dass der Übeltäter nun endlich gefasst ist. „Wir sind erleichtert, über die Festnahme des Graffiti-Sprayers“, berichtet ein Unternehmer aus Augsburg gegenüber B4B SCHWABEN, dessen Geschäftsräume sich im Augsburger Stadtteil Oberhausen befinden. Er und seine gewerbetreibenden Nachbarn waren in Sorge um die Hauswände ihrer Geschäfte und sogar um ihre Firmenfahrzeuge. „Es schien als tauche überall, wo eine freie Fläche war, diese Blume auf. Wir fürchteten auch um unsere weißen Kundendienstfahrzeuge, seit einem Nachbarn auf die Tür seines weißen Transporters die Blume gesprayt wurde“. Neben dem Ärger um die Verschandelung sei die Entfernung eines Grafittis vom Autolack mit hohen Kosten verbunden.

Graffiti-Sprayer macht vor nichts halt

Er schreckte vor keinem Untergrund für sein „Kunstwerk“ zurück. Immer die gleiche Blume zierte seit September 2010 neben dem üblichen Mauerwerk vor allem Schaltkästen, Trafostationen, Verkehrszeichen, Container, Zigarettenautomaten und dergleichen. Der Schaden, der dadurch entstanden ist trifft die Stadt Augsburg aber auch die betroffenen Unternehmen hart.

Täter schweigt trotz erdrückender Beweislage

Der selbsternannte Graffiti-Künstler war vor allem im Stadtgebiet Augsburg, aber auch im Landkreis, vor allem in Neusäß und Gersthofen unterwegs. Seit einem Jahr suchen die Beamten der Arbeitsgemeinschaft Graffiti bereits akribisch nach einem 24-jährigen Augsburger und konnten den illegalen Graffiti-Künstler nun endlich ausfindig machen. Ihm konnten die Ermittler über 470 Fälle von Sachbeschädigung nachweisen. Bei einer Durchsuchung seiner Wohnung konnten etliche Aufzeichnungen und eindeutige Beweismittel sichergestellt werden. Trotz der erdrückenden Beweislage hält sich der junge Mann gegenüber der Polizei bedeckt und schweigt zu den Vorwürfen.

Graffiti-Sprayer gab anonymes Interview

Auskunftsfreudiger war der illegale Graffiti-Sprayer gegenüber einer Zeitschrift, der er vergangenes Jahr ein anonymes Telefoninterview gab. Der 24 Jährige sprach freizügig über seine Aktivitäten. Wie schrieb der Interviewer dieser Zeitschrift in dem Artikel so zutreffend: „...wir wissen nicht, wer es ist und haben keine Möglichkeit ihn zu kontaktieren. Und wie gesagt, Wände, Stromkästen oder ähnliches zu bemalen ist selbstverständlich nicht erlaubt und kann empfindliche Strafen nach sich ziehen.“

Kein Scherz, sondern purer Ernst

Wie recht der Verfasser im Nachgang betrachtet doch hatte. Und im Vergleich zu dem Artikelschreiber weiß die Polizei jetzt, wer es ist. Sie haben ihn kontaktiert und sie sind sich auch sicher, dass es eine empfindliche Strafe nach sich ziehen wird - von den zivilrechtlichen Schadensersatzforderungen, die auf ihn noch zukommen werden, ganz zu schweigen.

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