FOM Hochschule Augsburg

FOM Studie: Jeder Bayer gibt knapp 500 Euro für Weihnachtsgeschenke aus

Symbolbild. Bayern geben rund 500 Euro für Weihnachtsgeschenke aus. Foto: gänseblümchen / pixelio.de

Wenn es nach den Kaufhäusern geht, ist seit September Weihnachten. Schließlich stehen ab dann die ersten Lebkuchen zum Kauf bereit. Der echte Weihnachts-Shopping-Wahnsinn bricht jedoch erst frühestens im November aus. Dabei geben die Menschen in Bayern rund 495 Euro für ihre Liebsten aus. Dies und weiter Ergebnisse stellte die FOM Hochschule nun aus ihrer aktuellen Studie vor.

von Iris Zeilnhofer, Online-Redaktion

Zu Weinachten sind die Menschen in Geber-Laune, vor allem in Bayern. Rund 495 Euro geben die Menschen des Freistaats im Durchschnitt für Weihnachtsgeschenke aus. Damit steigt der Wert im Vergleich zum Vorjahr um 3,1 Prozent und das trotz eines sinkenden Konsumklimas in Deutschland. Dies ergab die diesjährige repräsentative Umfrage der FOM Hochschule.

Bayern geben mehr aus als Rest-Deutschland

Die FOM Hochschule befragte dazu bundesweit 46.550 Menschen in Face-to-Face-Interviews, davon 7.317 allein im Freistaat. Das Ergebnis zeigte, dass die Bayern rund 35 Euro mehr ausgeben als die Menschen in Gesamtdeutschland. Hier liegt der Wert bei 460 Euro, was einer Steigerung von 2,7 Prozent im Vergleich zu 2014 entspricht. Beim Blick auf 2011 lässt sich sogar ein Anstieg um gut 35 Prozent feststellen. Alles in allem ist die Kaufkraft also in den letzten Jahren deutlich gewachsen. „Spitzenreiter beim Geldausgeben sind erneut die 56- bis 65-Jährigen, die für Weihnachtsgeschenke gut 113 Euro mehr zur Verfügung stellen als der Durchschnitt der Bevölkerung. Zu den Vielausgebern zählen in erster Linie Hausfrauen und -männer“, fasste Prof. Dr. Oliver Gansser vom ifes Institut der FOM Hochschule, der die jährliche Studie leitete, zusammen.

Shoppen im Online-Handel nicht unter den Top drei

Dabei werden sieben von zehn Schenkern ihre Präsente erst im Dezember kaufen. „Bis Mitte Dezember hat der Großteil der Frauen den Geschenkekauf erledigt. Männer fangen vielfach erst Anfang Dezember an, sich Gedanken zu machen und kaufen ihre Geschenke bis kurz vor Weihnachten“, so Oliver Gansser. Überraschend dabei ist, wo die Menschen am liebsten Shoppen. Das Internet steht hier nur an vierter Stelle. Zu den Top drei der Einkaufsmöglichkeiten in Bayern zählen das Einkaufscenter, das Fachgeschäft und das Warenhaus in der Stadt. Wichtigste Faktoren für die Kaufentscheidung sind dabei Empfehlungen von Freunden und Bekannten, eine Beratung im Fachgeschäft sowie die Internetrecherche. Hier spielen auch online Kundenbewertungen eine wichtige Rolle.

Innenstadt darf sich auf Käufer freuen

Insgesamt sind das also gute Nachrichten für den Einzelhandel. Auch wenn Amazon seine Belegschaft für das Weihnachtsgeschäft aufrüstet, herrscht in der Innenstadt noch lange nicht tote Hose. Dass das Einkaufen dort attraktiver wird, dafür hat die Stadt Augsburg dieses Jahr auch einiges getan. Mit dem Innenstadtfest, der Aktion „Lass den Klick in deiner Stadt“ oder auch der Neueröffnung von beliebten Läden wie Schuh Schmid, lockt Augsburg seine Bürger in die Stadt. Den Weihnachstbummel wird wie in jedem Jahr auch der Christkindlesmarkt unterstützen. Die Regio Augsburg rechnet mit Umsätzen von rund 30 Millionen Euro, die dadurch erwirtschaftet werden.

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