Hohe Auszeichnung

f-cell award 2017 geht an das Institut für Textiltechnik Augsburg

Minister Franz Untersteller, Liesa Pötschke (RWTH Aachen), Georg Stegschuster (ITA). Foto: Peter Sauber Agentur / Emmerling
Das ITA Institut für Textiltechnik Augsburg wurde mit einem bedeutenden Preis ausgezeichnet. Mit dem vorgestellten Projekt lassen sich laut einer Studie Energiekosten von Unternehmen um die Hälfte reduzieren.

Die junge Forschungseinrichtung ist am Technologiezentrum Augsburg angesiedelt. Mit dem Beitrag „Textile Kohlenstoffelektrode für Mikrobielle Brennstoffzellen (TexKoMBZ)“ konnte das Institut für Textiltechnik Augsburg gGmbH den f-cell award 2017 im Bereich research & development für sich gewinnen.

Das steckt hinter der neuen Technologie

ITA Augsburg verantwortet in ihrem Projekt die Entwicklung und Herstellung der 3D-Elektroden. Neben der als alternative Antriebsart für Automobile bekannten Brennstoffzelle gibt es eine neue Anwendung dieser Technologie im Bereich der Umwelttechnik. Die Zelle enthält spezielle Mikroorganismen, die in der Lage sind, organisches Material zu verstoffwechseln und direkt nutzbare elektrische Energie zu erzeugen. „Das Projekt ermöglicht ein völlig neues Anwendungsfeld“, sagte Minister Franz Untersteller, „nämlich Abwasser nachhaltig zu reinigen und hierbei gleichzeitig Strom zu gewinnen.“ Ein Paradebeispiel ist die Papierindustrie, die jährlich große Mengen an Energie in die Klärung investieren muss. Der Einsatz der Zelle kann hier bis zu 50 Prozent der Energiekosten reduzieren, wie eine Studie der Papiertechnischen Stiftung errechnet hat.

Der f-cell award 2017

Der f-cell award, gestiftet vom Land Baden-Württemberg, hat das Ziel, herausragende Entwicklungen in einem der interessantesten Technologiefelder unserer Zeit zu würdigen und weitere Innovationen zu stimulieren. Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden- Württemberg und die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH schrieben den Preis bereits zum 17. Mal aus.  Er wurde durch eine zehn-köpfige Jury vergeben.

Über das Institut für Textiltechnik Augsburg gGmbH

Das Institut für Textiltechnik Augsburg gGmbH als 2014 gegründete außeruniversitäre Forschungseinrichtung in Bayern beschäftigt sich mit der anwendungsorientierten Erforschung und Entwicklung von faserbasierten Werkstoffen und Produktionsverfahren. Forschungs-Schwerpunkte des ITA Augsburg bestehen in der Erforschung der Vliestechnologie und deren Einsatz in Composites (Web Based Composites), dem Recycling von (Carbon) Composites und der Anwendung thermoplastischer Composites, insbesondere in hybriden Bauteilstrukturen. Das ITA Augsburg als Tochter der ITA Technologietransfer GmbH in Aachen kooperiert dabei eng mit dem Institut für Textiltechnik der RWTH Aachen University, einem der größten Institute der Fakultät für Maschinenwesen der RWTH Aachen University.

Mit dem in der Region Augsburg angesiedelten Forschungs-Spitzencluster im Bereich Composite ist das ITA Augsburg durch enge Kooperation verbunden. Prof. Stefan Schlichter besetzt im Institut für Materials Ressource Management (MRM) seit dem Wintersemester 2015/16 eine Professur im Bereich Mechanical Engineering.

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