Digitale Strategien im Mittelstand

Dr. Thomas Eisenbarth von makandra im Interview

Gründer und Geschäftsführer Henning Koch und Dr. Thomas Eisenbarth. Foto: makandra GmbH
Der digitale Wandel geht an keinem Unternehmen spurlos vorbei – soweit der Konsens. makandra-Gründer und Geschäftsführer Dr. Thomas Eisenbarth erklärt, worauf es bei der digitalen Strategie in Unternehmen ankommt und welchen Wandel er sich für den Wirtschafts-Standort Augsburg wünscht.

B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Herr Dr. Eisenbarth, makandra begleitet die Digitalisierungs-Strategie von Unternehmen. Was ist hier die größte Herausforderung?

Dr. Thomas Eisenbarth: Die Technik und die Umsetzung sind keine wirklichen Herausforderungen mehr. Am schwersten ist es, den ersten Schritt zu machen. Dazu gehört, die Potentiale zu identifizieren und sich dann mit einem Partner wie makandra dran zu machen, zu starten. 

makandra gibt es in Augsburg seit 2009. Wie hat sich die Branche seitdem verändert?

Die IT wurde über die Jahre immer stärker in der Gesellschaft und in der Politik wahrgenommen. Es ist wohl Konsens, dass die großen Themen Cloud, Internet of Things / Industrie 4.0, Digitalisierung und FinTech kein Selbstzweck sind. Die gesamte Wirtschaft kommt mit diesen Themen in Kontakt. Wer sich versteckt oder denkt, dass ihn das alles nicht betrifft, wird früher oder später eines besseren belehrt und muss dann aufholen.

Wie geht der Mittelstand mit dem digitalen Wandel um, speziell am Standort Augsburg?

Wir haben immer wieder spannende Projekte mit kleineren und mittleren Unternehmen, die sich „trauen". Hinterher heißt es durchweg „war ja gar nicht so schlimm".

Was könnte – gerade auch in Augsburg – noch besser laufen?

Es könnte meiner Meinung nach noch mehr politische Unterstützung für die IT-Branche in Schwaben geben. Wir sind in einem harten Wettbewerb, was Fachkräfte angeht. Auch die Wahrnehmung Augsburgs und Schwabens als großer, ausgereifter und vielschichtiger IT-Standort ist für die Branche enorm wichtig. Das wird die Wirtschaft in den nächsten Jahren maßgeblich beeinflussen.

Seit der Gründung von makandra wurden bereits über 100 Projekte realisiert. Können Sie ein Beispiel nennen?

Für die Versicherungs-Gruppe R+V haben wir einen Newsroom entwickelt. Dieser ist die neue, zentrale Plattform für Social Media-Inhalte des Unternehmens. Sie führt Inhalte aus Twitter, Facebook, XING, YouTube und weiteren Kanälen automatisiert zusammen. Das Ergebnis ist eine übersichtliche Plattform, deren Inhalte sich flexibel filtern lassen. Wir haben das Projekt von Anfang an als technischer Berater begleitet, entwickelt und übernehmen auch den sicheren Betrieb der Plattform.

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