Das ist der neue Mann bei XITASO

Dr. Gunter Gehrke im Interview

Dr. Gunter Gehrke verstärkt seit dem 1. Januar 2017 das Team von XITASO. Foto: XITASO
Stichwort „digitaler Wandel“: Was tut sich in Schwaben? Im Interview mit unserer Redaktion verrät Dr. Gunter Gehrke von XITASO, was sich in den Köpfen schwäbischer Unternehmen deutlich geändert hat und auf welchem Gebiet noch immer Potential verschenkt wird.

B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Seit wann sind Sie Teil des XITASO-Teams?

Dr. Gunter Gehrke: Ich bin seit dem 1. Januar 2017 offiziell bei XITASO, gefühlt aber schon deutlich länger …

Wie kam es dazu?

Uli Huggenberger, Gründer und CEO, ist ein Bekannter aus der Studienzeit. Immer wieder haben sich in den letzten Jahren unsere Wege gekreuzt. Im Sommer 2015 wurden dann die Kontakte wieder häufiger, weil ab da das berufliche Netzwerk Schnittmengen aufwies.

Was reizt Sie an Ihrem neuen Amt am meisten?

XITASO ist in den letzten Jahren sehr dynamisch gewachsen. Das liegt zum einen an der Performance und den ausgezeichneten Kunden-Referenzen, zum anderen aber auch am attraktiven Marktumfeld. Viele Unternehmen entwickeln derzeit digitale Strategien und Geschäftsmodelle. Die Zahl der spannenden und neuen Aufgaben nimmt stetig zu. Ich freue mich darauf, die Entwicklung von XITASO in so einem positiven Umfeld mit den beiden Inhabern und dem gesamten Team von derzeit 70 Mitarbeitern voranzutreiben.

Was sind Ihre Aufgaben und Ziele bei XITASO?

Mein primäres Aufgabenfeld sind Business Development und Vertrieb. Dazu gehören auch die Bereiche Marketing, Kommunikation und Partner-Netzwerke. Darüber hinaus bin ich in die strategischen Fragestellungen von XITASO sowie in viele operative Organisations- und Prozess-Themen eingebunden.

Zuvor waren Sie bereits bei KW NEUN, MAN Diesel & Turbo und bei WashTec tätig. Wie hilft Ihnen das bei Ihrer heutigen Tätigkeit?

Sowohl die Kunden- als auch die Dienstleister-Rolle kenne ich aus der Praxis. Ich weiß daher ganz gut, was beide Seiten bewegt und wie sie ticken. Außerdem ist mir bewusst, wie wichtig es ist, sich stetig zu entwickeln und dabei agil und pragmatisch zu bleiben.

Die grundsätzlichen Aufgaben haben sich in den letzten Jahren nicht geändert. Nur sind die technischen Möglichkeiten fortgeschrittener und das Mindset auf Unternehmens-Seite ist offener. Das liegt nicht zuletzt daran, dass sie meist in einem intensiven Wettbewerb stehen und einen recht hohen Optimierungs-Druck spüren.

Vor noch nicht allzu langer Zeit wurde über den digitalen Wandel zwar gesprochen, aber wenig investiert. Das hat sich spürbar geändert.
Dr. Gunter Gehrke

Sie haben bereits sehr junge und auch etablierte Unternehmen von innen gesehen. Was kann man von beiden lernen?

Sehr viel, denn beide Gruppen bringen zahlreiche positive Eigenschaften mit. Hier nur ein paar Beispiele: Es ist wichtig, die Menschen im Unternehmen für die Mission zu begeistern und Identifikation zu schaffen. Entscheidungen sollten unternehmerisch getroffen und konsequent umgesetzt werden. Unternehmen müssen betriebswirtschaftlich und kaufmännisch richtig ausgerüstet, aber nicht überadministriert sein. Risiken sollten bekannt sein und sinnvoll gemanagt werden. Zudem ist es wichtig, in Prozessen zu denken und zu arbeiten. Dies sind alles sehr grundsätzliche Prinzipien.

Weiter ist es essentiell, dass Unternehmen vor allem die Potenziale der vorhandenen Kundenbasis nutzen. Kosten und Liquidität konsequent zu managen, gehört ebenfalls dazu. Hier haben vor allem jüngere Unternehmen viel Luft nach oben, weil sie oft zu operativ orientiert sind. Etablierte Unternehmen haben da bereits Strecke gemacht und viele Hürden genommen. Außerdem profitieren sie durch die höhere Bekanntheit ihres Unternehmens. Aber auch sie kommen immer wieder an Punkte, an denen sie eine Wachstums-Stufe nehmen müssen oder sich anderen strukturellen Herausforderungen gegenübersehen. Dabei fällt auch auf, dass sowohl große als auch kleine Unternehmen Entscheidungen manchmal nur recht zögerlich treffen oder nicht konsequent umsetzen. Hier liegen sicherlich viele Potenziale.

XITASO wurde im Juni vergangenen Jahres für „Qualität – made in Augsburg“ ausgezeichnet. Was macht das Unternehmen so erfolgreich?

Wir pflegen eine ausgesprochen gute Vertrauensbasis mit unseren Kunden. Das ist für unser Projektgeschäft das A und O. Zudem sind wir technologisch und kompetenzseitig sehr gut vernetzt und breit aufgestellt. Nur so können wir uns rechtzeitig auf zukunftweisende Trends einstellen.

Stichwort „digitaler Wandel“: Was sind die größten Veränderungen, die XITASO hier bemerkt?

Unternehmen aus allen Branchen setzen sich mittlerweile mit den Potenzialen der Digitalisierung für ihr Business auseinander. Das erstreckt sich auf alle Funktionen im Unternehmen – von Human Ressources über Entwicklung, Produktion und Logistik bis hin zu Vertrieb und Service. Unabhängig von der Unternehmens-Größe werden die Geschäftsmodelle auf neue Möglichkeiten durchleuchtet. Unternehmen wollen Kosten sparen, schneller werden und die Qualität steigern. Sie wollen neue Features und Dienstleistungen entwickeln und zusätzliche Markt-Segmente erschließen. Viele wollen zudem ihre Marke stärken und zukunftsfähig machen. Hoch im Kurs stehen auch alle Arten von cloud-basierten Lösungen und Werkzeuge zur Datenanalyse oder zum Monitoring von Anlagen.

Anders ausgedrückt: Vor noch nicht allzu langer Zeit wurde über den digitalen Wandel zwar gesprochen, aber wenig investiert. Das hat sich spürbar geändert.

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