Regio Augsburg Wirtschaft GmbH

#DigitaleRegion: A3 lädt ins Technologiezentrum Augsburg ein

Die Veranstaltung fand am 20. September im Technologiezentrum Augsburg statt. Foto: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Die Veranstaltung fand am 20. September im Technologiezentrum Augsburg statt. Foto: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN

Was bringt die Digitalisierung außerhalb des städtischen Raums? Um diese Frage drehte sich der gestrige Workshop, der von der Initiative #Digitale Region und der Regio Augsburg Wirtschaft GmbH ins Leben gerufen wurde.

von Rebecca Weingarten, Online-Redaktion

Gemeinsam mit der Initiative #DigitaleRegion des Berliner Internet und Gesellschaft Collaboratory e.V. und dem Verein Unternehmen für die Region setzt die Regio Augsburg Wirtschaft GmbH ein neues Projekt um. Bereits Ende August führte die Regio Augsburg Wirtschaft GmbH dazu eine Umfrage am Augsburger Hauptbahnhof durch. Die Kernfrage an die Befragten aus den Landkreisen Augsburg und Aichach-Friedberg war: „Was bedeutet eine digitale Region für Sie – und welche Erwartungen sind daran geknüpft?“ Während die Ergebnisse derzeit noch ausgewertet werden, springt ein Detail sofort ins Auge: Ausnahmslos alle Befragten, über alle Altersstufen hinweg, sehen die Digitalisierung als Chance. Auch bei der darauffolgenden Veranstaltung, die am 20. September 2016 im Technologiezentrum Augsburg stattfand, rückte der Ballungsraum Augsburg in den Hintergrund. Vielmehr ging es darum, zu zeigen, welche Möglichkeiten und Herausforderungen die Digitalisierung für ländliche Regionen bietet.

Augsburg eines von bundesweit zwei Modellkommunen

Die Initiative befasst sich mit den Chancen und Herausforderungen der digitalen Transformation für den außerstädtischen Raum. Ziel ist der Brückenschlag von theoretischen Ansätzen hin zur konkreten Umsetzung in Schwaben. Schwerpunkte sind die Felder Arbeit und Wirtschaft, Politik und Verwaltung, Bildung und Lernen, Mobilität und Logistik. Dazu begleiten die Experten zwei Modellkommunen, die sich zu einer digitalen Region entwickeln wollen. Dabei sollen praktische und regionalspezifische Handlungsansätze für den eigenen digitalen Transformationsprozess im Zentrum stehen. Augsburg ist eine der beiden Modellkommunen. Die andere ist Wennigsen in Niedersachsen.

Digitalisierung im Augsburger Land mithilfe des starken Netzwerks eines Ballungsraums

Dass die Wahl dabei ausgerechnet auf Augsburg gefallen ist, ist kein Zufall. „Unser Ziel war es, einen Gegenpol herzustellen: Wennigsen liegt in Norddeutschland und ist eine kleinere Kommune. Der Raum Augsburg liegt in Süddeutschland, zudem gibt es hier bereits an etabliertes Netzwerk, das Unternehmen auf dem Weg der Digitalisierung mitnehmen kann“, erklärt Melanie Früh vom Verein Unternehmen für die Region. Der Verein ist bundesweit präsent, agiert jedoch regional, in Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern. Von dem aktuellen Projekt vor dem Hintergrund der Digitalisierung profitiert auch der Wirtschaftsraum Augsburg. „Wir erhalten durch die Experten einen Blick von außen, den wir sonst nicht hätten“, erklärt Andreas Thiel, Geschäftsführer der Regio Augsburg Wirtschaft GmbH.

Neue Geschäftsmodelle entstehen

Das Projekt hat das Ziel, das Wissen vieler optimal zu nutzen. Dazu sollen bereits etablierte Strukturen für neue Wege genutzt werden. Wo es diese Strukturen noch nicht gibt, gilt es hingegen, neue zu schaffen. Für Unternehmer kann dies bedeuten, in einem Netzwerk voneinander zu lernen. So kann beispielsweise ausgetauscht werden, welche Erfahrungen andere mit zeit- und ortsunabhängigen Arbeitszeit-Modellen gemacht haben. Der digitale Wandel schafft hier vielfach neue Chancen, um Familie und Beruf besser miteinander zu vereinbaren. Doch es gibt auch Herausforderungen. So passt nicht jedes Modell zu jeder Unternehmenskultur. Digitalisierung kann jedoch auch bedeuten, dass Hierarchien flacher werden. Auch verkehrlich kann dies Auswirkungen haben: So ist durchaus denkbar, dass wichtige Pendlerstraßen entlastet werden, wenn mehr Mitarbeiter von Zuhause aus arbeiten können. So individuell und vielfältig die Möglichkeiten hier sind: Es gibt kaum ein Unternehmen, auf das sich die Digitalisierung nicht auswirkt. „Vor allem kleineren und mittelständischen Unternehmen fehlen oft die Mittel, ob zeitlich oder finanziell, um sich mit dem digitalen Wandel auseinanderzusetzten. Ein Netzwerk kann hier helfen“, so Melanie Früh. Ziel ist es, die Unternehmer für die Geschäftsmodelle von morgen zu sensibilisieren.

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