Neuer Name, neues Logo

Darum firmiert die WBG künftig unter Wohnbaugruppe Augsburg

Dr. Mark Dominik Hoppe und OB Dr. Kurt Gribl. Foto: Iris Zeilnhofer/B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Seit 90 Jahren ist die Wohnbaugesellschaft (WBG) in Augsburg für den Bau von Wohnraum seitens der Stadt zuständig. Zum Jubiläum entschied sich das Unternehmen nun für eine Umfirmierung. Viel hat sich am Namen nicht verändert – zumindest auf den ersten Blick.

„Die Unternehmens-Identität und ein Logo sind wichtig, um eine entsprechende Wirkung nach Innen und Außen zu erzielen“, erklärt Augsburgs Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl auf einer Pressekonferenz. Doch wer in Augsburg WBG höre, der denke automatisch an Sozialbau-Wohnungen und das nicht immer nur im positiven Sinne. Das wolle die Stadt ändern. Ziel des neuen Auftritts sei es, die Stigmata um die einstige WBG abzubauen. Aus der Wohnbaugesellschaft wurde daher nun die Wohnbaugruppe.

Dr. Hoppe: Nicht nur ein „Etiketten-Wechsel“

OB Gribl spricht in diesem Zusammenhang von „mehr Selbstbewusstsein“ für das Unternehmen statt dem bisherigen „Schattendasein“. Die Wohnbaugruppe sei „eine Säule in der Mitte der Gesellschaft“. Es sei auch kein reiner „Etiketten-Wechsel“, wie Dr. Mark Dominik Hoppe, Geschäftsführer der Wohnbaugruppe Augsburg, betont. Man hätte nicht einfach nur ein neues Logo an den Sitz der Gruppe montiert und beließe alles beim Alten:

Die Wohnbaugruppe Augsburg vereint unter sich nun die ehemalige WBG, jetzt Wohnbaugruppe Augsburg | Leben, und die vormalige AGS, heute Wohnbaugruppe Augsburg | Entwickeln. Der Name „Wohnbaugruppe“ dient dabei als eine vorgeschaltete Marke.

Neues Logo ohne Zirbelnuss

Für den neuen Markenauftritt wurde bereits im Oktober 2015 nach entsprechenden Partnern gesucht. Schnell sei dabei klar geworden, dass ein neuer Name und ein neues Logo unumgänglich seien. Dass die Wohnbaugruppe nun immer noch dieselben Initialen wie die Wohnbaugesellschaft trägt, sei jedoch keine Vorgabe gewesen. Das neue Logo setzt sich derweil aus zwei typischen Baukörpern zusammen, die zudem einem W und einem A ähneln. Auf die Zirbelnuss wurde verzichtet.

Das neue Logo der Wohnbaugruppe Augsburg. Foto: Iris Zeilnhofer/B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN

29 laufende Bau- und Sanierungs-Projekte

An den Aufgaben der Wohnbaugruppe hat sich durch die Umfirmierung nichts geändert. Sie agiert weiter als Dienstleister für die Stadt und errichten Wohnraum – für eine breite Bevölkerungs-Schicht und nicht nur Sozialbauten, wie Dr. Hoppe herausstellt. „Es gibt für uns keine klassische Sozialwohnung mehr“, so der Geschäftsführer. Die Wohnbaugruppe arbeitet derzeit an 29 Projekten die zum Großteil Modernisierungen von bestehendem Wohnraum beinhalten. So soll ein ausgewogenes Verhältnis in der Qualität der Mietwohnungen entstehen.

Wohnraum-Mangel treibt Preise in die Höhe

Rund 600 neue Wohnungen soll die Wohnbaugruppe in den kommenden Jahren schaffen. So steht es in der Wohnraum Offensive der Stadt Augsburg. Keine leichte Aufgabe, wie der Oberbürgermeister erklärt. Aber: „Die Wohnbaugruppe hat schon früher schwierige Situation bewältigt“, zeigt sich Gribl dennoch optimistisch. Der Wohnraum-Mangel beschäftigt die Stadt Augsburg dabei seit geraumer Zeit. Damit gehen auch erhöhte Mietpreise einher. Ohne Förderung zahlen Bürger – durch den Mietspiegel bald auch gefestigt – rund 8,50 Euro pro Quadratmeter. Der durchschnittliche Mietpreis bei einer Wohnung der Wohnbaugruppe liegt dagegen unter 5,50 Euro pro Quadratmeter.

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