Umfrage-Ergebnis

bayme vbm: Schwäbische Betriebe erwarten steigende Exporte

Dr. Thomas Schwaninger, Vorsitzender der bayme vbm Region Allgäu. Foto: ibw
Das globale Umfeld ist nach wie vor unsicher, melden die bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände bayme vbm. Dennoch sind die schwäbischen Unternehmen optimistisch in das nächste Halbjahr gestartet. Das zeigt die jüngste Umfrage der bayme vbm.

Insgesamt zeigt sich die Konjunktur in der bayerischen Metall- und Elektro-Industrie in Schwaben in guter Verfassung. Das ist das Ergebnis der aktuellen Umfrage der bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände bayme vbm unter ihren Mitgliedsunternehmen in der Region. Die entsprechenden Ergebnisse wurden in Augsburg vorgestellt. Die Unternehmen stufen die aktuelle Lage mehrheitlich als gut ein. Die Geschäftserwartungen für das kommende Halbjahr sind trotz des anhaltend unsicheren globalen Umfelds gut.

Unternehmen rechnen mit steigenden Exporten

„Gut die Hälfte der Betriebe bezeichnet das Inlandsgeschäft als gut, nur knapp vier Prozent kommen zu einer negativen Einschätzung. Bezogen auf das Auslandsgeschäft kommen zwei Drittel der Firmen zu einem positiven Urteil, drei Prozent zu einem negativen“, so Dr. Thomas Schwaninger, Vorsitzender der bayme vbm Region Allgäu. Auch für die kommenden Monate zeigen sich die Unternehmen zuversichtlich. Gut 32 Prozent hoffen im Inland auf eine weitere Verbesserung der Geschäftsentwicklung. Knapp elf Prozent befürchten, dass sich die Geschäfte eintrüben könnten. Beim Export rechnen fast doppelt so viele Betriebe (17,8 Prozent) mit einer Besserung als mit einer Verschlechterung (8,2 Prozent).

Befragte Unternehmen wollen weiter wachsen

Auch die Produktionspläne der M+E Unternehmen in der Region zielen auf Wachstum ab. 36,6 Prozent der Firmen wollen den Output erhöhen, etwa 1,2 Prozent müssen die Produktion zurückfahren. Fast die Hälfte der befragten Unternehmen will mehr investieren, demgegenüber will nur ein Prozent die Investitionen kürzen. Mit 36 Prozent entfällt der größte Teil auf Ersatzbeschaffungen. Rationalisierungen machen 21 Prozent aus, Erweiterungsmaßnahmen knapp 19 Prozent und Innovationen rund 15 Prozent. „Die Schere zwischen den ausländischen und inländischen Produktions- und Investitionsplänen der bayerischen M+E Unternehmen hat sich leicht geschlossen, an den Auslandsstandorten bleiben sie aber deutlich expansiver“, sagte Dr. Schwaninger.

Dr. Schwaninger rechnet mit 9.000 zusätzlichen Arbeitsplätzen

Der Beschäftigungsanstieg in der M+E Industrie der Region wird sich fortsetzen. 48,8 Prozent der Unternehmen planen in den kommenden Monaten zusätzliche Arbeitsplätze zu schaffen, nur 2,4 Prozent befürchten, Stellen abbauen zu müssen. „Aktuell sind in der bayerischen Metall- und Elektro-Industrie 835.000 Stammarbeitskräfte beschäftigt, das ist der höchste Stand seit mehr als 25 Jahren. Im weiteren Jahresverlauf erwarten wir einen weiteren Zuwachs von rund 9.000 Arbeitsplätzen. Zum Jahresende rechnen wir mit 844.000 Beschäftigten, davon rund 130.000 in Schwaben“, so Dr. Schwaninger.

„Unternehmen brauchen verlässliche und flexible Rahmenbedingungen“

Dr. Schwaninger zeigte sich dennoch besorgt: „Die positiven Entwicklungen bei den Unternehmen sind Ausdruck der hohen internationalen Wettbewerbsfähigkeit. Um diese dauerhaft zu erhalten, müssen sowohl der Gesetzgeber als auch die Tarifparteien die Unternehmen mit den richtigen Rahmenbedingungen unterstützen. Der entscheidende Faktor, um die Zukunftsperspektiven im Blick zu behalten und mittelfristig nicht zu verspielen, ist Flexibilität.“ Damit seien insbesondere die nicht mehr zeitgemäßen gesetzlichen Arbeitszeitregelungen gemeint.

„Es geht nicht um eine Erhöhung des Arbeitszeitvolumens, sondern um die Möglichkeit, dieses flexibler zu verteilen“, erklärte Dr. Schwaninger und fügte hinzu: „Für die Zukunft der M+E Industrie brauchen die Unternehmen verlässliche und flexible Rahmenbedingungen, damit sie im internationalen Wettbewerb bestehen können.“

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