Polizeigesetz nach Bayerischem Muster

Angela Merkel: „Augsburg ist ein Ort hervorragender Innovationen“

Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel im Schaller Festzelt. Foto: Iris Zeilnhofer/B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Im Zuge ihrer Deutschlandtour machte Kanzlerin Angela Merkel auch in Augsburg Halt. Sie erklärte vor rund 2.300 Besuchern im Schaller Festzelt, warum gerade das Sicherheitskonzept aus Bayern sie überzeugt hat und worauf die Augsburger stolz sein können.

Gegen 19 Uhr war es soweit und die Kanzlerin traf auf dem Plärrergelände ein. Zusammen mit Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl bahnte sie sich ihren Weg zur Bühne. Zuvor war die Kanzlerin bereits bei einer Kundgebung in Rosenheim zu Gast. In ihrer Rede ging sie auf alle Kernthemen der CDU/CSU ein und stellte auch die Stärken der Fuggerstadt heraus.

„Sie können stolz auf KUKA sein“

„Wir setzen auf Forschung und Bildung“, betonte Merkel. „Augsburg ist ein Ort hervorragender Innovationen.“ Gerade von KUKA zeigte sie sich begeistert. Mit den Robotern „Dave“ und „Emma“ stehen zwei dieser Innovationen in Berlin, notieren Wünsche der Bürger und kleben sie an ein Fenster. „Sie können stolz auf KUKA sein“, erklärte die Kanzlerin. Deutschland brauche diesen technischen Fortschritt, um auch in Zukunft stark zu sein.

Angela Merkel zu Gast in Augsburg

„In Bayern ist die Polizei besser ausgestattet als sonst irgendwo“

Technische Innovation war der Kanzlerin aber auch an anderer Stelle wichtig: bei der Inneren Sicherheit. „Das, was technisch möglich ist, müssen wir auch anwenden dürfen“, plädierte sie auf der Kundgebung. Sie sprach sich klar für Videoüberwachung und Gesichtserkennung aus. „In Bayern ist die Polizei besser ausgestattet als sonst irgendwo“, so Merkel weiter. Daher kündigte sie an, nach der Wahl ein Polizeigesetz nach Bayerischem Muster in Deutschland etablieren zu wollen. Das Publikum reagierte zustimmend mit lautem Applaus.

Friedliche Proteste vor dem Zelt

Nicht alle, die der Rede der Kanzlerin folgen wollten, schafften es, einen Platz im Zelt zu ergattern. Rund 400 Menschen hielten sich laut Aussage der Polizei im Gelände vor dem Schaller-Festzelt auf. Darunter war auch eine kleine Anzahl von politischen Gegnern, die mittels Trillerpfeifen und vereinzelnten Ausrufen auf sich aufmerksam machten. Die Protestkundgebungen verliefen ansonsten friedlich und störungsfrei. Die Polizei zeigte sich mit dem Einsatz zufrieden.

Merkel besuchte KUKA vor zwei Jahren

Es war nicht der erste Besuch der Kanzlerin in Augsburg. Zuletzt war sie im März 2015 beim Roboterbauer KUKA im Stadtteil Lechhausen zu Gast. Bei einem Rundgang verschaffte sich Angela Merkel einen Überblick über die „Technologien der Zukunft“.

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