Gemeinsames Konzept

Schulen aus dem Wittelsbacher Land wollen stärker kooperieren

Landrat Dr. Klaus Metzger begrüßt Teilnehmer zum ersten „Schuldialog“. Foto: Landratsamt Aichach-Friedberg/Wolfgang Müller
Die Schulen im Landkreis Aichach-Friedberg wollen sich gemeinsam Herausforderungen wie Digitalisierung, Integration und Inklusion stellen. Beim ersten „Schuldialog“ trafen sich dazu die Schulleitungen der Förder- und Realschulen, der Gymnasien, der FOS/BOS und der Berufsschulen mit dem Schulamt und dem Bildungsbüro im Landratsamt.

Zahlreiche Kooperationen zwischen Schulen und auch außerschulischen Partnern bestehen bereits. Das machte der Schuldialog, der vom Bildungsbüro des Landratsamts ins Leben gerufen wurde, deutlich. Gerade im Bereich der Berufsorientierung wird nicht nur mit der Agentur für Arbeit in Augsburg, sondern auch mit der HWK und IHK Schwaben, dem Arbeitskreis Schule-Wirtschaft oder einzelnen Unternehmen aus der Region eng zusammengearbeitet.

„Soziales Lernen mit konkreten Unterrichtsinhalten verknüpfen“

Auch gegenseitig unterstützen sich die Schulen schon bei einzelnen Themen. So haben Schüler des Gymnasiums in Friedberg naturwissenschaftliche Experimente für Schüler der Vinzenz-Pallotti-Schule entwickelt und mit ihnen durchgeführt. „Genau diese Art der Zusammenarbeit, bei der soziales Lernen mit konkreten Unterrichtsinhalten verknüpft und nebenbei der kindliche Forschergeist geweckt wird, wollen wir zukünftig stärker fördern“, unterstrich Goran Ekmescic vom Bildungsbüro. Der Ertrag solcher Kooperationen sei nicht nur für Schüler, sondern die gesamte Schulfamilie von großem Wert.

Schulen werden mit immer mehr Themen und Aufgaben konfrontiert

Bildung findet heute immer öfter auch außerhalb des Unterrichts-Geschehens statt, wie die Vertreter aus Schulen und Behörden bekräftigten. Dies verlange von den Schulen einiges ab. So betont Schulleiter Dr. Josef Maisch vom Gymnasium Mering, dass „diese Angebote erst einmal organisiert werden müssen, was einen enormen Aufwand für die Schule bedeutet. Das haben wir zuletzt bei unserem Lebens- und Berufsorientierungstag zu spüren bekommen. Unterstützung von außen wie zum Beispiel vom Bildungsbüro oder unseren Schulpartnerschaften, nehmen wir daher jederzeit dankend an“. Dieser Meinung schlossen sich alle Schulleitungen an. „Die Themen und Aufgaben, mit denen die Schulen heute konfrontiert werden, nehmen immer mehr zu. Umso wichtiger ist es, notwendige Strukturen und Netzwerke aufzubauen“, erklärte auch Schulleiter Wolfgang Wiedemann von der beruflichen Oberschule in Friedberg.

Projekte sollen weiter entwickelt werden

Daher waren sich alle einig, dass die bestehenden Kooperationen fortgesetzt werden müssen. Mehr noch: Anhand konkreter Projekte und Themen wie beispielsweise Medienbildung, Berufsorientierung, MINT-Förderung sowie Politische Bildung und Demokratie-Erziehung sollen diese weiterentwickelt werden. „Wie das konkret aussehen könnte, werden wir in den nächsten Wochen und Monaten, gemeinsam mit anderen Fachstellen wie dem Jugendamt, dem Kreisjugendring, der Uni Augsburg und selbstverständlich den Schulen diskutieren und entsprechende Konzepte und Empfehlungen vorlegen“, so Götz Gölitz vom Bildungsbüro. Das nächste Treffen ist für März 2018 fest eingeplant.

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