Friedberger Zeit

Es ist wieder Friedberger Zeit

Auch die Stadtwache ist bei der neunten Friedberger Zeit wieder im Einsatz, Foto: Andreas Schmidt

Mit Bildergalerie. Am Freitag, 12. Juli startet bereits zum neunten Mal das historische Altstadtfest, die „Friedberger Zeit“. Bis zum 21. Juli wird man die Worte „Habe die Ehre“ dann wieder öfter zu hören bekommen, denn Friedberg taucht ein in das 18. Jahrhundert.

Vom einstigen Fest für die Friedberger hat sich das historische Altstadtfest mittlerweile weit über die Stadtgrenzen hinaus einen Namen gemacht. Wer eine außergewöhnliche Historientreue sucht, der ist bei der Friedberger Zeit genau richtig.

Handwerker präsentieren ihre Künste

Das Stadtfest wird schon jetzt mit Freude erwartet. Kein Wunder, denn das abwechslungsreiche Festprogramm spricht alle Sinne an. Ziel der Friedberger Zeit sit es, die Traditionen und Bräuche aus dem 18. Jahrhundert wieder aufleben zu lassen. Im 17. und 18. Jahrhundert haben die Aktivitäten der Handwerkszünfte der Stadt Friedberg zu Wohlstand verholfen. Allen voran die Friedberger Uhrmacher, deren Kunst europaweit Ansehen genoss. Daher dürfen die Handwerkszünfte auch in der Friedberger Zeit nicht fehlen. Das historische Altstadtfest bietet daher die Möglichkeit, den Handwerkern über die Schulter zu blicken und die traditionelle Arbeitsweise kennenzulernen.

Ein buntes Unterhaltungsprogramm

Vom 12. bis 21 Juli bietet die Friedberger Zeit vielfältige Veranstaltungen. Diese reichen vom festlichen Einzug, bei dem sich die historisch gewandeten Bürgerinnen und Bürger erstmals den Besuchern präsentieren, über einen Pilgerzug nach historischem Vorbild bis hin zu vielen unterhaltsamen Darbietungen. Da gibt es etwa Gaukler, Komödianten, Spielleute, Zauberer und fahrendes Volk. Zum Unterhaltungsprogramm tragen auch die Friedberger Schulen bei. Regelrechte Publikumsmagnete sind vor allem die Einsätze der Stadtwache, die so manchen Delinquenten an den Pranger stellen oder gar mit der Bäckertaufe strafen. Speisen und Getränke nach dem historischen Vorbild sorgen zu guter Letzt für einen runden Besuch auf der Friedberger Zeit.

Friedberger Zeit dank Engagement der Bürger

Hinter der „Friedberger Zeit“ steht keine professionelle Eventagentur mit wirtschaftlichem Interesse. Vielleicht ist genau das der Grund, warum das historische Altstadtfest einen hervorragenden Ruf genießt. Die Friedberger Zeit wird vom Engagement der Bürgerinnen und Bürger getragen. Erstaunlich ist, dass bei jeder Neuauflage des Altstadtfestes noch mehr historisch gewandete Bürger zu verzeichnen sind und das sicher nicht nur, weil für diese der Eintrittsobolus von fünf Euro entfällt. Eine eigens eingerichtete Stoffstube sorgt für die historisch korrekte Basis, um die geforderte altbayerisch bürgerliche Mode des 18. Jahrhunderts zu schneidern. So bevölkern alle drei Jahre Bürgersleut, Handwerker, Bauern, Knechte und Mägde, Zöllner, Schützen, Cordonisten und die besagte Stadtwache die idyllische Friedberger Altstadt. Auch in diesem Jahr werden wieder zahlreiche Besucher erwartet, die sich gemeinsam mit historisch gewandeten Bürgerinnen und Bürgern auf eine Zeitreise in der idyllischen Altstadt Friedbergs begeben. 

Noch stehen die Buden der Friedberger Zeit leer, doch schon bald zieht hier leben ein.

Die Friedberger Zeit steht in den Startlöchern
Die Friedberger Zeit findet 2013 bereits zum neunten Mal statt, Foto: B4B SCHWABEN
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