Projekt von asset und BayWa

Deutschlands erste Effizienzhaus Plus-Siedlung steht in Friedberg

Bei der Schlüsselübergabe für Deutschlands erster Effizienzhaus Plus-Siedlung. Foto: BayWa AG
Nach knapp anderthalb Jahren Bauzeit wurde die Siedlung in Hügelshart am 14. Juli feierlich eröffnet. Das Besondere: Die 13 Hauseinheiten, neun Einfamilienhäuser und vier Doppelhaushälften produzieren mehr Energie als deren Bewohner im Durchschnitt verbrauchen.

Das Bauprojekt an der Nördlichen Greinerstraße wurde von der asset bauen wohnen gmbh in Kooperation mit der BayWa AG realisiert. Zur Eröffnungsfeier kamen auch Bayerns Wirtschaftsstaatssekretär Franz Josef Pschierer, Dr. Klaus Metzger, Landrat des Landkreises Aichach-Friedberg, und Friedbergs Bürgermeister Roland Eichmann.

Hohe Energie-Unabhängigkeit

„Mit den Effizienzhaus Plus-Häusern zeigen wir, dass eine energieeffiziente und wohngesunde Massivbauweise auch wirtschaftlich sein kann. Die Siedlung in Hügelshart beweist, dass eine hohe Energie-Unabhängigkeit auf breiter Basis möglich ist“, so Bernhard Jakob, Geschäftsführer der asset bauen wohnen gmbh. „Wir waren beide von Anfang an von der Zukunftsfähigkeit der Siedlung überzeugt“, so Alexander Fenzl, Bereichsleiter Hochbau bei der BayWa AG.

Wichtiger Beitrag zur Energiewende

„Die Energiewende ist keine reine Stromwende. Auch Wärme spielt eine große Rolle. Eine moderne Bauweise und innovative Technologien – wie sie hier in Hügelshart vorzufinden sind – leisten einen wichtigen Beitrag zur Strom- und Wärmewende“, betonte Staatssekretär Pschierer. Auch Friedbergs Bürgermeister Roland Eichmann freut sich über die entstandene Siedlung. „Mit der traditionellen Bauweise wurden gezielt Handwerk, Dienstleister, Handel und Industrie aus der Region angesprochen“, so Eichmann.

So funktioniert das Effizienzhaus Plus

Die Energie wird über eine Photovoltaik(PV)-Anlage auf den nach Süden ausgerichteten Hausdächern gewonnen. Gespeichert wird sie in einer Lithium-Ionen-Batterie sowie – in Wärme umgewandelt – in einem thermischen Wasserspeicher. Ein hauseigenes Energie-Monitoring steuert alle Anlagen-Komponenten automatisch. So wird der Stromertrag möglichst effizient genutzt. „Auf das Gesamtjahr betrachtet, können sich die Effizienzhaus Plus-Häuser in Hügelshart so vorwiegend selbst mit Energie versorgen und überschüssigen Strom ins Netz einspeisen oder damit ein Elektroauto direkt am Haus aufladen. Der Großteil des Energie-Überschusses konzentriert sich auf die Sommermonate. Im Winter reichen der PV-Ertrag sowie die Speichersysteme nicht ganz aus, so dass hier mit Netzstrom ausgeholfen wird. Trotzdem ergibt sich für die Effizienzhaus Plus-Häuser auf das Gesamtjahr gesehen eine Energie-Unabhängigkeit von etwa 70 Prozent“, erklärte Polz.

Hintergrund

Das Projekt steht im Kontext der Energiewende und der Erreichung der Klimaschutzziele bis 2020. Bis 2050 strebt die Bundesregierung sogar einen „klimaneutralen Gebäudestand“ an. Die Effizienzhaus Plus-Siedlung leistet das bereits heute.

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
nach oben