50 Kubikmeter Gärsubstrat im Wasser

Defekte Biogasanlage verschmutzt Gewässer in Aichach-Friedberg

Symbolbild. Foto: iStock / wasja
In der Nacht vom 28. August auf den 29. August traten aus einem landwirtschaftlichen Betrieb in Holzburg im Landkreis Aichach-Friedberg rund 50 Kubikmeter Gärsubstrat aus. So wurden der Badegraben, der Eisenbach sowie die Paar verschmutzt.

Die Betreiber der Biogasanlage bemerkten den Defekt gegen 7:30 Uhr. Aufgrund eines defekten Schiebers konnte das Gärsubstrat austreten und über ein Feld in die Gewässer gelangen. Der Betreiber verständigte daraufhin die zuständigen Behörden. Außerdem wurden zwei Schutzwälle errichtet, um zu verhindern, dass noch mehr Substrat austreten kann. Der Rest des abgehaltenen Substrats wird nun abgebaggert und auf Äckern entsorgt, da es als ideales Düngemittel gilt.

Wälle sollten bereits errichtet werden

Nachdem an der Biogasanlage der Schieber erneuert und die gesamte Anlage gereinigt wurde, ging die Anlage wieder in Betrieb. Eine Rückhalteeinrichtung, die präventiv vor solchen Auslaufunfällen schützt, wird in den nächsten Wochen errichtet. Die Errichtung der Wälle war bereits vor dem Defekt der Anlage geplant und die entsprechenden Teile bestellt. Der Vorfall der Gewässerverunreinigung geht nun an die Staatsanwaltschaft.

Entstandener Sachschaden ist noch unklar

Das Wasserwirtschaftsamt entnahm entsprechend mehrere Proben aus den Gewässern. In einer Fischweiher-Anlage wurden tote Fische festgestellt. An den betroffenen Gewässern selbst wurden an beiden Tagen keine toten Fische aufgefunden. Zusätzlich empfiehlt das Wasserwirtschaftsamt, in den nächsten Tagen kein Wasser aus den Flüssen zu trinken oder darin baden zu gehen. Die Polizeiinspektion Friedberg wurde zu diesem Vorfall hinzugezogen. Es wird Anzeige wegen fahrlässiger Gewässerverunreinigung erstattet. Der genau entstandene Sachschaden kann derzeit noch nicht beziffert werden.

Wasser- und Fischproben zur Dokumentation

Wie die Polizei berichtet, konnte sogar in der Ortschaft Rinnenthal noch festgestellt werden, dass der Eisenbach erheblich verunreinigt war. Das Landratsamt Aichach-Friedberg als zuständige Behörde und das Wasserwirtschaftsamt Donauwörth waren vor Ort und veranlassten die für die Gefahrenabwehr notwendigen Schritte. Es wurden Wasser- und Fischproben entnommen, um den Grad des entstandenen Schadens dokumentieren zu können.

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