Allgäu: Standort, Stärken, Strategie
Im neuen B4B SCHWABEN CROSSMEDIA GUIDE steht das Allgäu als Standort, sowie die regionalen Stärken und Strategien im Fokus.

Blickpunkt Personalentwicklung

Nachhaltigkeit? Eine Frage des Handelns, nicht des Redens

Expertentipps | 08.05.2013

Foto: Faszinatour
Foto: Faszinatour

Personalentwicklung in Zeichen von Fachkräftebedarf, Employer Branding und Talentmanagement hat einen neuen Kurs eingeschlagen. An die Stelle kurzfristiger Korrekturmaßnahmen sind langfristig angelegte Projekte getreten – kurzum: Nachhaltigkeit ist gefragt.

Der Begriff „Nachhaltigkeit“ genießt in jüngster Zeit gewisses Ansehen. Was früher in der Landwirtschaft gelebtes Prinzip war – und damit bei uns im Allgäu seit langem zuhause ist – gilt heute auch in allen anderen Wirtschaftszweigen als erstrebenswert. Weil der Gedanke dort oft erst vermittelt und vertieft werden muss, können wir von Faszinatour Unternehmen, Führungskräften und Teams hier einen glaubwürdigen Weg finden helfen. Was genau daran nachhaltig ist? Im Rahmen unserer Arbeit – als führender Outdoorveranstalter – ist es schon immer unsere Aufgabe gewesen, Verantwortung für Mensch und Natur zu übernehmen und diesen Gedanken über unsere Produkte und Events an unsere Kunden und die Branche zu vermitteln.

Zur Glaubwürdigkeit gehört auch, dass wir selbst leben, was wir anderen nahebringen wollen.
Faszinatour engagiert sich seit Jahren in lokalen und überregionalen Initiativen und wichtigen Branchenverbänden. So haben wir beispielsweise gemeinsam mit dem Bayerischen Forstverband 2007 den ersten Allgäuer Schneeschuhtrail initiiert, dessen Erlös zu 100 Prozent in die Aufforstung und den Schutz des Bergwaldes fließt. Außerdem setzt sich Faszinatour gemeinsam mit den Bayerischen Staatsforsten, hier speziell mit dem Forstbetrieb Sonthofen, dauerhaft im Naturpark Nagelfluh beim Projekt „Grafenälpe“ ein. Dort, mitten im Naturpark Nagelfluh entstehen öffentlichkeitswirksame und sinnvolle CSR-Projekte für Firmen, die ihre Mitarbeiter über Teamevents oder -trainings motivieren und für das Thema Nachhaltigkeit sensibilisieren möchten. Die Projekte reichen vom Wanderwegebau bis zum Aufbau von Solaranlagen. Was genau daran nachhaltig ist? Die Region „Naturpark Nagelfluh“ profitiert durch eine Lebensraumverbesserung für seltene Tier- und Pflanzenarten, die gleichzeitig und kostenlos für die Gemeinden die Infrastruktur für den Tourismus verbessert. So machen beispielsweise die durch das Projekt geschaffenen Beschilderungen, Wander- und Themenwege das Naturjuwel Naturpark Nagelfluh durch die intakte Infrastruktur für Besucher verstehbar und erlebbar – mit nachhaltiger Wirkung in deren Leben hinein.

Beispielhaft für die Integration von Nachhaltigkeitsaspekten in unsere Arbeit seien unsere Führungskräftetrainings genannt. So startete 2012 ein Programm zur Qualifizierung von 600 Meistern eines Automobil-Herstellers an der Grafenälpe. Über mehrere Jahre hinweg werden dort Impulse und Ideen für nachhaltiges Führen vermittelt. Hier ist ein aktives Erleben und Gestalten einzelner Schritte einer nachhaltigen Entwicklung im Naturpark der zentrale Bestandteil: der persönliche, kleine Beitrag an einem größeren, langfristigen Gesamtvorhaben ist die emotionale Klammer dieses Seminars. Was daran nachhaltig ist? Die Teilnehmer erleben die Unternehmenswerte außerhalb der Firmenmauern in einer natürlichen, ungekünstelten Umgebung. Aus grauer Theorie wird gelebte Praxis, der Umgang damit dauerhaft vertraut, weil lebendige, selbsterlebte (Vor-)Bilder vor Augen stehen.

Nachhaltig wirken die gemachten Erfahrungen und das, was wir von unseren Teilnehmern lernen, auch in unsere Arbeit hinein. So verbindet unser neues Seminarangebot „Wie man Nachhaltigkeit bei den Wurzeln packt“ erstmalig die Möglichkeit, die Komponenten der Nachhaltigkeit in kompakter Weise kennenzulernen und gleichzeitig selbst zu erleben. Im Mittelpunkt steht dabei die Verbindung von Teamevent und Naturbewusstsein eingebettet in die CSR-Absichten der Zielgruppen. Ein Unternehmen kann das Angebot nutzen, um sich dauerhaft in ein Umweltprojekt einzubringen. Mitarbeiter pflanzen z.B. im Schutzwald einer bayerischen Alpengemeinde junge Bäume. Was daran nachhaltig ist? Durch diese „Private Public Partnership“ werden alle drei Komponenten der Nachhaltigkeit abgedeckt: Die Teilnehmer profitieren vom gemeinsamen Erlebnis der Aktion und tun dabei Gutes für spätere Generationen (soziale Komponente). Der Waldzustand verbessert sich durch die Pflanzung (ökologische Komponente). Die Gemeinde hat durch das Angebot
einen doppelten wirtschaftlichen Nutzen, da sie Kosten für die Schutzwaldpflege spart und sich dank der höheren Schutzwirkung des Waldes zukünftige Schäden an Straßen oder Gebäuden minimieren.

Fazit:

Seminare, Beratungen und Trainings sind für Faszinatour schon lange ein Kerngeschäft. Emotionen wecken, Dinge erlebbar machen, Menschen für etwas (Neues) begeistern, ist durch das Medium Outdoor/Outdoorsport schon immer unsere Botschaft. Herz und Hirn anregen, durch persönliche Erlebnisse und Erfahrungen lernen, das ist die Kompetenz von Faszinatour, die wir gemeinsam mit dem Institut für Erfahrungslernen (infer) Anderen zur Verfügung stellen. Dieses Wissen, diese Kompetenz werden wir nun weiter auf das Thema „nachhaltige Entwicklung“ und „CSR“ ausrichten, um den Bedürfnissen des Marktes gerecht zu werden.

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