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Universität Ulm

Mathe-Nachwuchs kämpft um den Sieg

Rund 150 Teilnehmer duellierten sich mit Zahlen, Gleichungen geometrischen Formen am Tag der Mathematik 2010 an der Uni Ulm. Universitäten hoffen auf die talentierten Nachwuchs-Mathematiker.
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Tag der Mathematik 2010
Trotz des Winterrückfalls reisten 150 mathematisch begabte Jugendliche aus Baden-Württemberg und Bayern nach Ulm, um sich dort ihren Kontrahenten zu stellen. In der Einzelwertung setzte sich in einem Stechen Valentin Schlattinger vom Allgäu-Gymnasium in Kempten durch. „Ich hätte nicht gedacht, dass ich hier gewinne, aber es lief einfach richtig gut“, freute sich der Sieger. In der Gruppenwertung dominierten bayerische Schüler, nur zwei Mannschaften aus Baden-Württemberg konnten sich im vorderen Bereich platzieren.

Große Leistungsbereitschaft

„Wenn wir hier die guten Mathematiker sehen, dann wäre es schön, wenn sie später einmal die guten Ingenieure in unseren Betrieben werden“, sagte Götz Anselm Maier, ab April Geschäftsführer von Südwestmetall, dem Arbeitgeberverbands in der Metall- und Elektroindustrie und Sponsor des Wettbewerbs. Maier unterstrich bei der Siegerehrung die große Leistungsbereitschaft der Schülerinnen und Schüler, sich völlig freiwillig an einem Samstag schwierigen Matheaufgaben zu stellen. „Wer um halb sechs Uhr aufsteht und von Ingolstadt aus herfährt, dem zolle ich besonderen Respekt“, so Maier.

Uni braucht gute Mathematiker

„Es wäre schön, wenn wir einige von euch später als Studierende hier begrüßen könnten“, meint Prof. Ulrich Stadtmüller, Vizepräsident Lehre der Uni Ulm und Mathematik-Lehrstuhlinhaber am Institut für Zahlentheorie und Wahrscheinlichkeitstheorie, zu den jungen Mathematikern. Laut Prof. Dr. Martin Bossert, Direktor des Instituts für Telekommunikationstechnik und angewandte Informationstheorie an der Universität Ulm, läuten bei den Mathe-Lehrern wie den Professoren längst die Alarmglocken, da sich das Leistungsniveau der Erstsemester an der Uni vehement verschlechtere. „Nur die Guten können promovieren und habilitieren“, sagte Bossert. „Wenn das nicht mehr möglich ist, gibt es auch bald keine Professoren mehr für alle Arten von Hochschulen, deshalb wollen und brauchen wir an den Unis die Besten.“

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