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Kernkraftwerk Gundremmingen

Block B abgeschaltet

Gundremmingen, 29.06.09
Gestern Abend wurde der 1.344-Megawatt-Block B des Kernkraftwerks Gundremmingen zum 24. Brennelementwechsel abgefahren. Für den kommenden 25. Betriebszyklus werden insgesamt 208 Brennelemente gewechselt. Davon werden 140 durch neue ersetzt.
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AKW abgeschaltet

Insgesamt sind rund 3.300 Arbeitsaufträge zur vorbeugenden Instandhaltung, kontinuierlichen Modernisierung sowie zu Reparatur- und umfangreichen Prüfmaßnahmen an Pumpen, Ventilen, Rohrleitungen, Behältern sowie elektrischen Einrichtungen geplant.

Unter anderem sind die Dichtheitsprüfung des stählernen Sicherheitsbehälters, die Inspektion der großen Kühlmittelumwälzpumpen, die Modernisierung einer der drei Hauptkühlwasserpumpen sowie Arbeiten in einer der beiden Niederdruckturbinenstufen vorgesehen.

Begleitend zu den Arbeitsaufträgen stehen etwa 350 „Wiederkehrende Prüfungen“ an. Um das Arbeitpensum zu bewältigen, wird die eigene Kraftwerksbelegschaft durch rund 1.200 Facharbeiter und Experten von etwa 140 Fremdfirmen und Dienstleistern auf der Anlage unterstützt. Bis zu 50 unabhängige Sachverständige und Gutachter des TÜV Süd sowie der Aufsichtsbehörde prüfen und überwachen die Qualität der Arbeiten an sicherheitstechnisch relevanten Einrichtungen.

Im letzten Betriebszyklus seit Ende Juli 2008 stand Block B ununterbrochen für die sichere und umweltfreundliche Stromproduktion zur Verfügung und erzeugte fast elf Milliarden Kilowattstunden Strom. Mit dieser Energie können über drei Millionen Durchschnittshaushalte ein Jahr lang versorgt werden. „Allein unsere CO2-freie Stromerzeugung erspart dem Klima fast elf Millionen Tonnen des klimaschädlichen Kohlendioxids“, verdeutlicht Dr. Helmut Bläsig, technischer Geschäftsführer des Kernkraftwerks Gundremmingen, den Stellenwert des Kraftwerks für den Klimaschutz. „Um den gleichen Effekt zu erzielen, müssten alle in Bayern zugelassenen PKW für etwa acht Monate stillstehen“, so Bläsig weiter.

„Allein für den diesjährigen Brennelementwechsel und die Revisionsarbeiten sind Aufwendungen von fast 20 Millionen Euro geplant. Soweit möglich werden Aufträge auch an Betriebe in der Region vergeben, so dass knapp ein Drittel des Auftragvolumens in Bayerisch Schwaben bleibt. Zudem wird die mehrwöchige Anwesenheit der „Revisionskollegen“ vom Hotel- und Gaststättengewerbe in der Region durchaus positiv zur Kenntnis genommen“, betont Bläsig. Und weiter: „Alle diese Zahlen verdeutlichen, dass das Kernkraftwerk einer der großen Arbeitgeber und ein erheblicher Wirtschaftsfaktor in der Region ist.“


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