HomeRegionale Wirtscha ... > Dillingen
RSS  Twitter  Newsticker

Atommüllendlager

Söder spricht sich gegen ein Endlager im Landkreis Dillingen aus

Dillingen, 22.10.09
Rückendeckung hat Landrat Leo Schrell in Sachen Atommüllendlager vom Bayerischen Staatsminister für Umwelt und Gesundheit, Dr. Markus Söder, erhalten.
Bild vergrößern
Markus Söder
Bereits Anfang September hatte der Landrat schriftlich gegenüber Bundesumweltminister Gabriel die Forderung erhoben, bei einem bundesweiten Auswahlverfahren für ein Atommüllendlager unsere Region auszunehmen. Der Landrat bezog sich dabei auf die Tatsache, dass die Tongesteinsformationen entlang der Donau in Baden-Württemberg und Bayern weit weniger stark sind, als vermeintlich geeignete Gesteinsformationen in anderen Bereichen Deutschlands.

 

Staatsminister Söder teilt diese Auffassung und hat einem Brief an den Landrat versichert, dass die Bayerische Staatsregierung mit seiner Position voll übereinstimme. „Die Staatsregierung lehnt strikt neue Endlagersuchen ab und sieht aus fachlicher Sicht keine Veranlassung, in Bayern ein Endlagersuchverfahren zu beginnen“, schreibt der Minister. Zudem sei nach Aussage von Minister Söder längst bekannt, dass in Süddeutschland das „bestgeeignete“ Endlager nicht zu finden sein werde. Söder bezieht sich dabei auf eine Stellungnahme des Bayerischen Landesamtes für Umwelt vom September, wonach Standorte in Bayern für ein mögliches Endlager ausscheiden, da in Bayern die Gesteinsformationen nicht den Mindestanforderungen an ein Endlager entsprechen.

So betont der Minister in seinem Schreiben an den Landrat, dass sich die in unserer Region in kleinen Bereichen vorkommenden Tonschichten nicht für ein Endlager eignen, da sie nur knapp über 100 Meter dick sind und von stark wasserführenden Schichten über- und unterlagert werden. „Im Gegensatz dazu sind die norddeutschen Tonschichten bis zu 1.500 Meter dick“, stellt der Minister klar.

Landrat Leo Schrell will die Standortsuche für ein Endlager trotz der erfreulichen Botschaft aus München aufmerksam verfolgen, vor allem mit Blick auf die von der neuen Bundesregierung angestrebte Verlängerung der Laufzeiten der Kernkraftwerke. Wegen der auf 40 Jahre begrenzten atomrechtlichen Genehmigung für alle deutschen Zwischenlager müsse die Lösung der Endlagerfrage für hochradioaktive Abfälle in Deutschland zügig angegangen und die ergebnisoffenen Erkundungsarbeiten im Salzstock Gorleben unverzüglich fortgesetzt werden, fordert der Landrat.


drucken versenden verlinken


Weitere Artikel zum Thema
Landrat Leo Schrell über das Jahr 2009
Weniger Besucher als im Vorjahr
Landrat Leo Schrell hochzufrieden mit der "Fit for Job"-Messe
1.500 Euro für die Stiftung Kinderheim Gundelfingen
Antrittsbesuch des Bundestagsabgeordneten

Artikel verlinken Wenn Sie diesen Artikel von WWW.B4BSCHWABEN.DE verlinken wollen,
können Sie einfach den nachfolgenden HTML-Code auf Ihre Webseite einfügen:
© WWW.B4BSCHWABEN.DE - Der Inhalt dieser Seiten ist urheberrechtlich geschützt. Die Nachrichten sind nur für die persönliche Information bestimmt. Jede weitergehende Verwendung, insbesondere die Speicherung in Datenbanken, Veröffentlichung auf anderen Webseiten, Vervielfältigung und jede Form von gewerblicher Nutzung sowie die Weitergabe an Dritte - auch in Teilen oder in überarbeiteter Form - ohne Zustimmung von vmm wirtschaftsverlag gmbh & co. kg ist untersagt. | Impressum