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Für mutige Investoren

Dubai ist noch lange nicht verloren

Auch wenn das Vertrauen der Anleger gegenüber Dubai derzeit nicht allzu groß ist, steht die Region doch wirtschaftlich sehr gut da. Mutige Investoren können hier gut verdienen.
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Uwe Zimmer
Am 25. November 2009 bat Dubai um Zahlungsaufschub für seine Schulden, konnte also die aufgenommenen Kredite nicht mehr bedienen. Die Reaktionen der Märkte waren heftig aber nur kurz, denn zu begrenzt war die Liquiditätskrise – und sie wurde schnell mit dem Öl-Geld des Nachbarn Abu Dhabi geregelt. Alles wieder gut also in Dubai nach einem schnellen Schrecken? Fast. Denn wirtschaftlich steht das Emirat unverändert da, das Vertrauen der Anleger aber hat einen Knacks bekommen.

 

Die Entwicklung in Dubai und der gesamten Region ist mehr als nur den kurzen Blick wert, den die Investoren jetzt darauf geworfen haben. Nicht wenige sagen, es handele sich bei den Schwierigkeiten Dubais nur um die Spitze eines Eisbergs. Das ist insofern nachvollziehbar, als gerade in Dubai das Wachstum zu einem großen Anteil kreditfinanziert ist. Aber es sind vor allem die Immobilien, die großen Infrastrukturprojekte – und solche werden überall auf der Welt mit Krediten finanziert. Dazu kommt, dass Dubai ein Emirat fast ohne Öl ist. Die Herrscherfamilie hat die Aufbaustrategie denn auch auf Unabhängigkeit vom Öl angelegt.

Auf 30 Jahre ist der Aufbau Dubais zum Handelszentrum, zum Drehkreuz der Warenströme zwischen Ost und West, angelegt. Dieses Ziel gilt weiter. Die Investitionen in Forschung, Ausbildung, in Universitäten und Museen werden erst in ein bis zwei Jahrzehnten eine reiche Ernte ermöglichen.

Insgesamt stehen die vereinigten Arabischen Emirate (VAE) wirtschaftlich sehr solide da. So stuft Moody's sowohl den Gesamtstaat Vereinigte Arabische Emirate wie auch das Emirat Abu Dhabi mit Aa2 ein und gibt einen stabilen Ausblick. Zwar könne sich die Restrukturierung Dubais deutlich auf den Nicht-Öl-Sektor der Wirtschaft auswirken. Die starke Position des Landes als internationaler Kreditgeber auf der Basis von Abu Dhabis Öl-Reichtum sorge aber für makro-ökonomische Stabilität.

So war es nur konsequent, dass Abu Dhabi dem Nachbarn mit frischem Geld aus der Klemme half. Abu Dhabi erhält mehr Einfluss und bringt auch die Ausgaben Dubais stärker unter Kontrolle. Damit ist die eigentliche Krise zunächst einmal ausgestanden. Die Zugeständnisse, die Dubai dafür machen musste, werden in den kommenden Monaten noch stärker sichtbar werden. Dabei ist klar, dass in Dubai jetzt noch nicht wieder alles eitel Sonnenschein ist. Der Schreck sitzt tief und die sichtbar gewordenen strukturellen Probleme müssen – und werden – gelöst werden. International wird Dubai derzeit wenig Kredit haben – aber auch keinen benötigen.

Einsteigen in die nach dem Kursrutsch noch attraktivere Region können Anleger mit dem Meridio Arab World Fonds (LU0269579586). Schwerpunkt des aktiv gemanagten Aktienfonds sind Aktien- und Fondsinvestitionen in den arabischen Ländern. Hierzu gehören vor allem die Staaten des Golfkooperationsrates (GCC) – Saudi-Arabien, Kuwait, Bahrain, Katar, Oman, Vereinigte Arabische Emirate – sowie Ägypten, Jordanien und der Libanon. Ziel des Fonds ist es, in positiven sowie in negativen Marktphasen bessere Ergebnisse als der Vergleichsindex zu erzielen. Der Fonds kann bis zu 100 Prozent in liquiden Mitteln, Geldmarktinstrumenten und Anleihen halten, um Marktschwankungen abfedern zu können. Der Fonds kann je nach Marktlage durch seine Flexibilität sein Profil deutlich verändern.

Eine Alternative ist die Anleihe der Dubai Holding (WKN A0LL9D). Ihr Kurs hat nachdem die Entscheidung zur Stützung Dubais fiel, gut 35 Prozent zugelegt. Sie ist immer noch ein lohnendes Investment für alle, die direkt auf die Region setzen wollen. Die Anleihe ist in Euro begeben und wird in Frankfurt gehandelt. Der Kupon beträgt 4,75 Prozent, Fälligkeit ist der 31. Januar 2014. Wer auf eine vollständige Rückzahlung spekuliert, erzielt eine Rendite von fast 18 Prozent pro Jahr.

Anlagen-Kolumne von Uwe Zimmer, Meridio Vermögensverwaltung AG


Weitere Links zu diesem Thema:

Michael Reuss, Huber Reuss & Kollegen
Gottfried Urban, Neue Vermögen AG
Dr. Ekkehard Wiek, W&M Wealth Managers
Uwe Zimmer, Meridio AG
Bernd Hashemian, Kroos Vermögensverwaltung
Dr. Alexander Seibold
Bisherige Veröffentlichungen